Heute sind wir in die Vollen gegangen in Bezug auf das Kennen- und Liebenlernen der koreanischen Kultur - koreanisches Essen, koreanische Viertel, koreanische Shopping Malls, und nochmal koreanische Gerüche, wobei letzteres mit Sicherheit am gewöhnungsbedürftigsten ist!
Begonnen haben wir unsere Tour auf dem Namdaemun Market, einem Viertel, was man laut Informationen einfach gesehen (und
gerochen) haben muss. Man kann es sich in etwa wie einen Bazaar oder einen Markt vorstellen, der sich über mehrere Straßen erstreckt. Einige haben sich besonders spezialisiert, wie auf Essen etwa. Ansonsten bekommt man dort alles, naja, alles was richtig billig oder ramschig ist (oder seltsam riecht). Das Repertoire reicht von schlechten Plagiaten über lebenden Frosch in der Dose bis hin zu mannshohen undefinierbaren Wurzeln einelegt in eine gelbliche Flüssigkeit in ebenso großen Gläsern. Die Fotos sprechen für sich!
Dort gab es dann auch noch eine Shopping Mall, die Mesa fashion family mall. Mal von der Tatsache abgesehen, dass es auch dort drin seltsam roch, war es genauso wie draußen, und mindestens genauso voll, beschränkt allerdings auf Kleidung und Acessoires bzw. Tand. In der obersten Etage gab es dann etwas zu essen. Wir scheiterten allerdings traurigerweise bei unserer ersten Bestellung, weil wir uns nicht verständlich machen konnten, und es auf der Speisekarte keine englischen Übersetzungen gab geschwiege denn, dass irgendwer dort englisch sprach. Im 2. Anlauf ein "Restaurantfenster" weiter auf der Etage konnten wir dann erfolgreich zum ersten Mal mit richtigem koreanischen Essen unsere hungrigen Mägen füllen. Was es war konnten wir leider nur entfernt bestimmen, noch nicht einmal richtig ob Fisch oder Fleisch.
Und
dann ging es auch bald wieder zurück nach dem essen. Dabei haben wir festgestellt, dass bei der U-bahn Station Shinchon eine Verbindung zu einer anderen Shopping Mall gibt, die dann doch eher westlichen Standards entsprach. Dort gab es auch einen großen Supermarktbereich, der uns begeisterte. Es waren zudem noch kleine koreanische Restaurants integriert. Wir haben an einer "Schoko-Tanke" eine heiße dunkle Schokolade erworben, die gar nicht mal so schlecht war. Nur der Geruchsmix mit den direkt gegnüber angebotenen Algen störte die empfindlich westliche Nase, die einen schokoladigen Hochgenuss und -geruch erwartet. Auf dem Bild links sieht man übrigens wie hier im Supermarkt Fisch verkauft wird...
Als letzte Tat des Tages versuchten wir eine Telefonkarte zu erwerben. Dafür mussten wir recht viel herumfahren und -laufen, da auch hier die Sprache eine Hürde war, die wir nach einigen Anläufen erfolgreich übersprungen haben. Von Sinchon sind wir einer koreanischen Hand- und Fußbeschreibung gefolgt und haben dann in Dongdaemun bei einem der zahlreichen Straßenverkäufer eine gefunden - der bisher einzige, der englisch sprach. Für die Straßenbahntickets mussten wir Passanten für eine Übersetzung ansprechen.
Und nun sitzen wir wieder in Kim's Guest House und lesen belustig und erfreut in der Touristenbibel Lonely Planet!





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