Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Mobiltelefons. Nachdem wir also aufgestanden sind und uns auf dem Weg zur Yonsei das Frühstück besorgt hatten, war unser erstes Ziel der Photograph, um die gestern geschossenen Bilder abzuholen. Für Passbilder durchaus passabel. Besser wären sie wohl anderenorts auch nicht gewesen.
Danach haben wir uns dann auf den Weg zum sogenannten Mentors Club gemacht, einer studentischen Initiative der Yonsei, die uns Austauschstudenten das Leben erleichtern soll und dies auch tut. Heute stand "Phone Tour" auf dem Stundenplan, um uns Austauschstudenten ein möglichst billiges, gebrauchtes Prepaidphone zu besorgen. Doro und ich hatten beschlossen nur ein Mobiltelefon zusammen zu nutzen, da wir meistens sowieso zusammen unterwegs sind und alles andere nur unnütze Kosten aufwirft. Wir trafen uns also mit einer kleinen Gruppe und dem Mentor um ans andere Ende der Stadt zu fahren und dort einen speziellen Elektronikhandel mit großer Auswahl aufzusuchen.
Wir konnten uns denken, daß diese Electronicmall etwas größer geraten sein würde wie eben alles in Seoul und das die Handyfanatischen Koreaner auch eine etwas größere Abteilung für Handys haben würden. Was wie vorfanden übertraf jedoch unsere Erwartungen.
Man stelle sich einen recht großen Mediamarkt in Deutschland vor und nehme sei
ne gesamte mehrstöckige Verkaufsfläche auf ein Stockwerk - das war der Handybereich. In dem Elektronikcenter gab es noch weitere 5 genauso monströse Stockwerke, vollgestopft mit Elektronik jeder Art. Davon bekamen wir leider jedoch nicht viel mit, denn nachdem wir uns ein Modell ausgesucht hatten war warten angesagt, viel warten. Wir haben ca. 3,5 Stunden gewartet bis unsere Pässe gecheckt worden waren und wir endlich ein eigenes, funktionsfähiges Handy in den Händen halten konnten. Das hat uns dann insgesamt 40.000 SKW für die Hardware (Handy, zusätzlicher Akku und Ladegerät) sowie 10.000 SKW für die Telefonkarte gekostet.
Danach waren wir durch das warten so kaputt, daß wir uns noch zu einem Eis hinreißen ließen und den Heimweg antraten. Noch kurz beim goldenen M das Abendessen eingeworfen und nach der bekannten Einkaufsprozedur 1,5 kg Erdbeeren für 10.000 SKW erworben. Mal wieder wurden uns die besten Erdbeeren aus der Masse herausgepickt.
Die haben wir uns dann als Nachtisch gegönnt und stellen nun gerade fest, daß das Handy offensichtlich nicht wirklich registriert wurde...
Also demnächst wieder mit einem Mentor zum Elektronikcenter. Wenn man nicht alles selber macht.





1 Kommentar:
Erstaunlich, wie kompliziert das alles bei euch ist.
Ist es denn nicht möglich gewesen, dass ihr euer Handy in Deutschland in einem Handyshop für ein paar Euro entsperren lasst und euch hier einfach eine Handywertkarte kauft?
So habe ich es zumindest gemacht.
Muss aber anmerken, dass ich nicht in Korea bin, sondern ein Stück weiter südlich in Manila (Philippinen)
Wünsche euch weiterhin alles Gute und werde euer Blog aufmerksam weiterverfolgen, vielleicht hinterlasse ich euch hin und wieder ein Kommentar.
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