Sonntag, 15. Juni 2008

Korea - Land, Leute und das Fernsehen

Wir lernen immer noch fleißig und haben vergangenen Donnerstag auch schon die ersten Finals abgehakt. Leider steht jetzt noch Koreanisch für Dienstag und Mittwoch an.
Daher wollten wir eigentlich den nächsten Eintrag erst in Jeju wieder schreiben - die Ereignisse des gestrigen Abends wollen es abder anders.
Zuerst aber einmal etwas allgemeiner (die Zeit bleibt ja auch hier nicht stehen und so lernen wir nach wie vor jeden Tag etwas neues kennen). Die Koreaner haben angefangen bei Unfällen die Positionen der Wagen mit Spraydosen auf die Straßen zu malen. Erst jetzt wird deutlich wie schlecht die Koreaner wirklich Auto fahren. Überall auf den Straßen und Kreuzungen finden sich jetzt Markierungen. Es ist aber auch wirklich auffällig wie wenig der Koreaner von Verkehrsregeln hält. So gibt es hier ja immer doppelte Fußgängerüberwege. Also zwei Streifen direkt nebeneinander. Vielleicht ist das so ein "Reptillian Hot Button" für den Koreaner direkt darauf zu halten oder zu parken. Das machen auch nicht nur die normalen Autofahrer, sondern auch Busse und vor allem Taxen. Taxifahrer sind ja auch in Deutschland eher mit der StVO verfeindet - hier ignorieren sich die zwei einfach nur. Rote Ampeln sind da kein Grund auch nur zu bremsen, genauso wenig wie Personen auf der Fahrbahn...
Da hält auch eine Demonstation kein Taxi auf. Letzte Woche haben Studenten der Yonsei wie so viele andere in Seoul wieder gegen amerikanische Rindfleischimporte demonstriert. So richtig denkt darüber zwar niemand nach, aber weil die Alten dagegen sind und dagegen demonstrieren demonstriert die Jugend eben auch. Und so laufen sicherlich 4.000 Studenten mit Transparenten an Angelruten durch die Straßen und blockieren den Verkehr (wobei der auch sonst immer mehr steht als fährt).
Nun aber zu unserem gestrigen Schlüsselerlebnis. Wir zappen mal wieder durch die unzähligen koreanischen Kanäle auf der Suche nach etwas englischsprachigem, vorbei an einer neu vertonten Harry Potter Variante und Ein Soldat namens James Ryan und stoßen unter dem Namen "Nudel-nudie" auf eine Art Animeeporno-reihe. Nicht nur, daß der der koreanischen Prüdität total widerspricht, sondern die kurzen Spots sind auch noch richtig schlecht. Etwas derartiges findet man wahrscheinlich auch nur in Korea.






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