Die Sonne scheint entgegen aller Erwartungen und trotz bestätigter Regenzeit nun schon knappe drei Tage. Morgen soll es wieder regnen, heute war das Wetter aber noch super. So starten wir mit etwas Frühstücksverspätung also um herauszufinden wo man sich Roller mieten kann um zum Hallasan National Park zu kommen. Dieser Park ist der große Hauptvulkan in der Mitte von Jeju und wurde wie so vieles von der Unesco zum Welt Natur Erbe erklärt. Spannende Geschichte.
Herauszu
finden wo es hier was gibt ist immer etwas kompliziert und so nehmen wir uns ein Taxi zum Zentrum der Buskatastrophe zum Worldcupstadion. Dort finden wir heraus, daß die Roller direkt an unserem Abfahrtsort vermietet wurden. Das ärgert uns ganz gewaltig und so entscheiden wir flexibel wie wir sind statt dessen den Bus zu nehmen und dann auf den Berg zu laufen. Diesen Bus zu finden ist wieder ein Rätsel für sich, schlimmer ist jedoch, daß der letzte Bus von dort bereits um 16.50 Uhr wieder zurück fährt. Und uns wird gesagt es dauere vom höheren Einstiegspunkt ca. 3 Stunden bis zum Gipfel. Das schaffen wir nie!
Davon unbeeindruckt springen wir nach einer Stunde Wartezeit in den nächsten Bus um wiedermal eine lebensbedrohliche Erfahrung reicher zu werden. Der Busfahrer heizt die Serpentinen mit Höchstgeschwindigkeit des Busses hoch und überholt ausschließlich in Kurven vor Bergkuppen. Mit zittrigen Knien steigen wir schließlich aus dem Bus. Bis
zum höheren Einstiegspunkt sind knappe 150 Höhenmeter zu überwinden. Wir machen uns auf den Weg.
Mitten auf dem Weg trete ich um ein Haar auf eine kleine, sich sonnende Schlange. Leider verschwindet sie bevor wir sie dezent ablichten können. Auf dem Rückweg werden wir das arme Tier wieder treffen - diesmal in frisch geplätteter Form. Arme Schlange...
Eine halbe Stunde später haben wir die höhere Ebene erreicht. Wir haben nur noch 45 Minuten bis wir umdrehen müssen um den letzten Bus zu bekommen. Also auf die Solen gespuckt und auf gehts im Sauseschritt. Treppchen für Treppchen kämpfen wir uns aufwärts im Wald. Vorbei an viel Minib
ambus der den Boden bewächst und einem schönen Mischwald. Die Strecke ist gut belebt, ständig treffen wir auf hervorragend ausgerüstete Koreanische Wanderer, die das Wandern offensichtlich seeehr ernst nehmen. Mit zwei Wanderstöcken, Wanderschuhe, einem extra Wasserflaschenhalter, Sonnenhut und sicherlich auch Funktionsunterwäsche ausgerüstet stürmen sie mit ernsten Mienen auf den befestigten Wanderwegen den Berg. Die erfürchtig und fast liebevoll den Berg betrachtenden Koreaner erinnern uns an das Gespräch mit Ralf dem Tauchlehrer der uns erzählte, daß Vaterlandsliebe hier zu den erklärten Lernzielen der Grundschule gehöre (im Gegensatz zu Geografie u.ä.).
Wir lassen es ruhig angehen, wissen wir doch, daß wir in der vorgegebenen Zeit auch mit viel Mühe den Gipfel eh nicht erreichen werden. Da genießen wir lieber die
in Korea so seltene Stille nur durchbrochen durch das Wassergeplätscher und Vogelgezwitscher.
Irgendwann ist es dann soweit und wir drehen auf dem Absatz um. Auch abwärts lassen wir es gediegen angehen und sind dennoch gute 20 Minuten vor unserer errechneten Ankunft im Tal angekommen. Naja, lieber zu früh als den letzten Bus verpassen und dann auf dem Berg unter einer Bank übernachten zu müssen. Auf dem Weg abwärts hat gute fünf Meter vor uns ein Reh den Weg gekreuzt. Wir müssen feststellen, daß es in diesem Nationalpark tatsächlich diverse freilaufende Tiere gibt - eine der wenigen absolut zutreffenden Behauptungen von Jejus Marketingexperten.
Unten angekommen betrachten wir eine ganze Schaar von Raben die miteinander zu kommunizieren scheinen und stellen auf einmal fest, daß der Nebel aufgezogen ist. Rasend schnell wird der Nebel immer dichter und es wird ziemlich schubberig. Das Krähen der Raben und die aufziehenden Nebelschwaben erinnern uns spontan an den Film "die Vög
el". Schaurig schaurig.
Unten angekommen betrachten wir eine ganze Schaar von Raben die miteinander zu kommunizieren scheinen und stellen auf einmal fest, daß der Nebel aufgezogen ist. Rasend schnell wird der Nebel immer dichter und es wird ziemlich schubberig. Das Krähen der Raben und die aufziehenden Nebelschwaben erinnern uns spontan an den Film "die Vög
Wir frieren schon, da kommt der Bus auch endlich. Es ist der gleiche Busfahrer und die gleiche Fahrweise - bei maximal 20 Metern Sichtweite. Wir können nun mit dem Begriff "Nahtoderfahrung" etwas anfangen.
Wir erreichen wieder Sogwipo und gehen wie fast jeden Abend die letzten Tage wieder im gleichen Restaurant essen. Eines der saubersten koreanischen Restaurants was wir während unserer Zeit in Korea gesehen haben. Außerdem ist das Essen gut.
Noch schnell gepackt und wir sind startbereit für den morgigen Tag!





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