Nach einer kurzen Nacht mit einer Stunden dauernden Mückenjagd (eine zweistellige Opferzahl ist zu beklagen) ist der letzte Tag in Jeju und der letzte in Seoul sind angebrochen. Laut Wetterbericht haben wir heute noch mit dem Wetter Glück bevor auf Jeju der Dauerregen wieder einfällt. Wir machen uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg zum Flughafen um den Rückweg nach Seoul anzutreten.
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r Flug an sich ist noch langweiliger als der Hinflug. Trotz des Propellerfliegers ist nicht einmal ein kleiner Ruckler zu spüren. Anderthalb Stunden später landen wir in Seoul. In der Nähe des Gepäckbandes verschenkt irgendein Unternehmen kleine Pflanzen. Auch wenn wir keine Pflanze brauchen lassen wir uns eine Efeupflanze andrehen. Mit dem Pflänzchen auf dem Arm versuchen wir ein Taxi zu nehmen weil es von Gimpo keinen Airportbus zu unserem Ziel gibt (und das Gepäck durch die U-Bahntreppen zu zerren ist auch nicht grade die Erfüllung). Kaum kommen wir in die Nähe des Taxistandes umringen uns koreanische Taxifahrer und quatschen uns zu. Irgendein Fahrer reißt Doro den Zettel aus der Hand auf dem die Adresse des Hostels steht was Doro zum Kochen bringt. Natürlich landen wir bei einem der Luxustaxis (Es gibt zwei Arten von Taxis, eins teuer und das andere billig. Der einzige Unterschied der Preis und die damit verbundene Reputation ist.). Es ist ein echter Kampf dem Fahrer klar zu machen, daß wir ja nicht Krösus oder doof sind und daß wir unseren Zettel wieder haben wollen. Daraufhin kommt ein Taxifahrer von einem normalen Taxi uns reißt und erneut den Zettel aus der Hand – Doro sieht aus als wolle sie den Fahrer erst mit der Handtasche erschlagen und post mortem noch würgen. Schlußendlich landen wir dennoch in seinem Taxi und fahren dem Ziel entgegen. Auf dem Weg passieren wir unzählige schwer gepanzerte Polizeifahrzeuge und Wasserwerfer. In den Tagen die wir auf Jeju verbracht haben sind die Emotionen etwas übergekocht und die Koreaner haben sich wegen der Fleischimporte heftige Schlägereien mit der Polizei geliefert. Im Anblick der TV-Bilder fragen wir uns etwas, ob BSE die Koreaner schon befallen hat oder wieso man sich wegen harmloser Fleischimporte so in Ra
ge bringen kann.
Wir haben uns zum Abschluß in einem traditionellen Guesthouse eingemietet – in traditionellen Zimmern. Auf dem Boden schlafen ist also angesagt.
Dort angekommen sind wir positiv überrascht. Das Guesthouse ist etwas abseits gelegen und wirklich schön angelegt. Dem schön angelegten Vorgarten nach zu urteilen ist der Hausherr ein Blumenfreund. Außerdem ist er ein Hundefreund wie seine Visitenkarten zeigen. Auf ihnen ist neben seinem Namen und Adresse ein großes Bild vom Hund zu sehen. Es verwundert uns etwas, daß in dem traditionellen Raum ein Fernseher und eine Klimaanlage zu finden sind. Uns soll das aber recht sein. Durch die dünnen Papierwände hört man alles in dem Haus und auch Mücken und sonstiges Ungetier lässt sich nicht vom Papier davon abhalten den Raum zu betreten. Na d
as wird ja lustig.
Wir beschließen dem Hobbygärter unseren frisch erschnorrten Efeu zu überlassen und machen uns auf den Weg zur Bank um das Konto zu kündigen und noch einigen letzten Erledigungen nachzugehen. Die Bank schließt grade als wir eintreffen; hoffentlich kann man ein koreanisches Konto auch in Deutschland irgendwie schließen. Danach trennen wir uns um nicht noch einmal irgendwo zu spät einzutreffen.
Wir treffen uns ein wenig später wieder in unserer Bleibe. Ein Ziel steht noch auf unserer Sightseeing-Liste, daß wir gesehen haben müssen: der Seoul Tower. Wir haben uns sagen lassen, daß der Tower grade bei Nacht einen Besuch wert sei. Faul wie wir sind entscheiden wir uns gegen den Fußmarsch und nehmen den Bus. Auf dem Gipfel angekommen erstrahlt der Tower in buntem Licht. Dieses S
pektakel scheint einen romantischen Faktor zu haben, weshalb unzählige Pärchen mit koreanischen Liebestorten bewaffnet zu dieser nächtlichen Stunde auf den Berg pilgern. Mit 7.000 SKW p.P. kostet uns die Besteigung des Towers so viel wie vier Mittagessen. Wir entscheiden, daß wir ja reich sind und vier Mittagessen sowieso nur dick machen und kaufen uns die Karten. In einem Aufzug mit Sternenhimmel geht es zur Aussichtsplattform. Die Aussicht ist fantastisch. Seoul sieht ruhig, groß, sauber und friedlich aus. Irgendwann wird uns das Gewusel der Koreaner auf der Plattform dennoch zu bunt und wir gleiten im Aufzug wieder sanft der Erde entgegen.
Am Boden angekommen wandern wir um den Turm herum und finden auf der Rückseite neben einer Lichtdusche (eine Lampe für die man Geld einwerfen muß und bei der man dann die rotes, blaues und gelbes Licht mischen kann) auch einen Zaun an dem unzählige Schlösser befestigt sind. Es stellt sich heraus, daß die vielen turtelnden Koreanerpärchen dort Schlösser anbringen. Eins für den Mann und eins für die Frau. Die beiden sind dann miteinander verbunden und klemmen am Zaun. Eine kitschige, aber auch lustige Idee.
Wir machen uns auf den Rückweg. Im Hostel angekommen stellen wir fest, daß die Nacht unsc
hön und wenig erholsam wird. Das Mückensirren wird uns wach halten…
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Wir haben uns zum Abschluß in einem traditionellen Guesthouse eingemietet – in traditionellen Zimmern. Auf dem Boden schlafen ist also angesagt.
Dort angekommen sind wir positiv überrascht. Das Guesthouse ist etwas abseits gelegen und wirklich schön angelegt. Dem schön angelegten Vorgarten nach zu urteilen ist der Hausherr ein Blumenfreund. Außerdem ist er ein Hundefreund wie seine Visitenkarten zeigen. Auf ihnen ist neben seinem Namen und Adresse ein großes Bild vom Hund zu sehen. Es verwundert uns etwas, daß in dem traditionellen Raum ein Fernseher und eine Klimaanlage zu finden sind. Uns soll das aber recht sein. Durch die dünnen Papierwände hört man alles in dem Haus und auch Mücken und sonstiges Ungetier lässt sich nicht vom Papier davon abhalten den Raum zu betreten. Na d
Wir beschließen dem Hobbygärter unseren frisch erschnorrten Efeu zu überlassen und machen uns auf den Weg zur Bank um das Konto zu kündigen und noch einigen letzten Erledigungen nachzugehen. Die Bank schließt grade als wir eintreffen; hoffentlich kann man ein koreanisches Konto auch in Deutschland irgendwie schließen. Danach trennen wir uns um nicht noch einmal irgendwo zu spät einzutreffen.
Wir treffen uns ein wenig später wieder in unserer Bleibe. Ein Ziel steht noch auf unserer Sightseeing-Liste, daß wir gesehen haben müssen: der Seoul Tower. Wir haben uns sagen lassen, daß der Tower grade bei Nacht einen Besuch wert sei. Faul wie wir sind entscheiden wir uns gegen den Fußmarsch und nehmen den Bus. Auf dem Gipfel angekommen erstrahlt der Tower in buntem Licht. Dieses S
Am Boden angekommen wandern wir um den Turm herum und finden auf der Rückseite neben einer Lichtdusche (eine Lampe für die man Geld einwerfen muß und bei der man dann die rotes, blaues und gelbes Licht mischen kann) auch einen Zaun an dem unzählige Schlösser befestigt sind. Es stellt sich heraus, daß die vielen turtelnden Koreanerpärchen dort Schlösser anbringen. Eins für den Mann und eins für die Frau. Die beiden sind dann miteinander verbunden und klemmen am Zaun. Eine kitschige, aber auch lustige Idee.
Wir machen uns auf den Rückweg. Im Hostel angekommen stellen wir fest, daß die Nacht unsc





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