Sonntag, 11. Mai 2008

Happy Muttertag

Hallo Muttis, alles Gute zum Muttertag! Ihr habt Euch den Tag der Entspannung ohne uns nervige Post-Teenager echt mal verdient.
Was soll man ansonsten so sagen: "Joa?!". Wie man anhand der Einträge sehen kann ist in den letzten Tagen nicht allzuviel spektakuläres passiert. Unser Kühlschrank hat einige neue Anhänger bekommen und ist inzwischen recht dicht besiedelt, die Koreaner treffen sich zum gemeinsamen Rumrotzen in Sportanlagen und wir versuchen dem ganzen nach China zu entfliehen. Ach ja, die Pötte sind fertig. Meiner hat es, wie soll es anders sein, natürlich nicht geschafft (...was mich schon sehr enttäuscht hat). Dafür ist Doros Pott umso schöner geworden. Ein Höhepunkt ist außerdem, daß unsere Badezimmertür nur noch mit Gewalt zu schließen ist (Gewalt ist eben doch eine Lösung) und dabei genug Krach macht um das gesamte Stockwerk jeden morgen zu wecken. Da Doro mich damit also jeden Morgen aus dem Schlaf reißt bleibt wenigstens die innere Befriedigung, daß wenigstens alle anderen dieses harte Schicksal teilen - ich werde die nächsten Tage eine Selbsthilfegruppe auf unserem Stockwerk zu gründen versuchen.

Gestern haben wir unsere Visa für China abgeholt und dürfen nun in das Land der unbegrenzten Tibet-Repressionen. Das wird ein Spaß - und dabei denke ich weniger an Repressionen als an günstiges Einkaufen, gutes Essen, die chinesische Mauer und die verbotene Stadt. Morgen um 9.40 Uhr Ortszeit hebt der Flieger ab.

Heute stand aber neben den üblichen Dingen auch noch ein Treffen mit zukünftigen EBS Studenten von der Yonsei auf dem Tagesplan. Wir sollten sie auf den bevorstehenden Kulturschock vorbereiten - von der 30Mio Metropole in das 100 Seelen-Nest Oestrich-Winkel. Da sitzt der Schock schon tief.
Die drei sind erstaunlich gechillt und für Koreaner wirklich aufregend westlich orientiert (Doro: "das hört sich irgendwie sexuell an"). Mit selbigen waren wir erstmal das traditionelle Korean BBQ futtern. Leider nichts neues, für uns aber essbar. Was will man sich beklagen? Vor allem wenn man eingeladen wird. Revangieren konnten wir uns wesentlich später im Jazz 9, einer Bar über den Dächern von Seoul gelegen, die neben westlicher Einrichtung auch westliche Cocktails und westliche Preise anbietet. Die Cocktails sind aber den Preis durchaus wert. Und wenn ich auch alles ca. 5 mal wiederholt habe war der Abend wirklich nett und entspannt. Wenn der Flug nur nicht so bald wäre und wir noch packen, Schuhe putzen,... müssten würde ich jetzt wirklich friedlich ins Bettchen hüpfen können. So wird eben alles wie gewohnt etwas stressiger, das Magengeschwür wirds freuen.
Ab morgen wird es dann frische Bilder und Impressionen aus der chinesischen Hauptstadt geben. Heureka!

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