Mittwoch, 5. März 2008

Unter der Smog-glocke Seouls

Nach dem Abend gestern war das Aufstehen eine Qual. Und das obwohl kein Tropfen Alkohol im Spiel war. Wir nehmen uns noch die Zeit zum Frühstücken und schauen aus dem 14. Stock der Sonne etwas beim Aufsteigen zu und genießen den Blick über Seoul. Der Blick wird allerdings etwas getrübt, was an zwei Dingen liegt: 1. halten die Koreaner nicht viel vom Fenster putzen und akzeptieren auch mal millimeterdicke Dreckschichten und 2. lässt der Smog nur eine Sicht von wenigen Kilometern zu.
Wir machen uns dennoch pünktlich auf den Weg zur 1. Stunde. Etwas außer Atem dort angekommen wundern wir uns, denn wir sind anscheinend die ersten. Nichtmal ein Lehrer hat den Weg in den Raum gefunden. Merkwürdig.
Auch wenige Minuten nach dem offiziellen Stundenbeginn fühlen wir uns noch einsam. "Falscher Raum" ist der erste Gedanke. "Unmöglich" der zweite. Uns schwant Böses. Sollten wir womöglich erst zur zweiten Stunde auftauchen und haben uns umsonst eine Stunde zu früh unter größten Anstrengungen aus dem Bett gerollt haben? Also einen PC gesucht. Und der bestätigt unsere dumpfe Vorahnung - eine Stunde zu früh. Wie extrem ärgerlich.

Also zwei Tische zusammengerückt und kurzerhand den Raum zum Schlafzimmer umdekoriert. Die ersten Koreaner gucken schon ziemlich dumm, als sie zwei mehr oder minder schlafende Deutsche im halbdunklen Raum vorfinden. Wieso kommen die Streber aber auch schon 20 min vor Kursbeginn? Wir werden so Streber irgendwie nie verstehen. Die darauf folgende Stunde vergeht recht schnell. Sind ja auch nur 50 Minuten.

Danach machen wir uns auf den Weg nach Hause etwas Schlaf nachholen. Wir halten noch kurz an einem der besser aussehenden Straßenstände um etwas Koreafeeling zu bekommen und wagen es erstmalig uns an der Straße etwas zu kaufen. Es riecht nicht so eklig wie an vielen anderen Ständen und das Essen macht einen guten Eindruck. Es schmeckt lecker und unser Mittagessen kostet uns pro Person 1.500 SKW. Selbst Doro fängt zunehmend an sich mit koreanischem Essen zu arrangieren. Ein gutes Zeichen.

Danach machen wir uns auf den Weg in Richtung des Bettchens - drei Stunden später wachen wir wieder auf, das war nötig!
Wir machen uns auf den Weg zu unserer zweiten Koreanisch Stunde und sind uns etwas sicherer, daß wir den Kurs beibehalten werden. Dort finde ich sehr zu meiner Freude meinen Ohrenwärmer wieder. Das Ding ist Gold wert bei dem kalten Wind. Sehr zu meinem Bedauern ist die niedliche Koreanischlehrerin nur Dienstags und Donnerstags dran und Montags, Mittwochs und Freitags ist eine andere dran. Die ist zwar nicht wirklich niedlich, aber macht einen kompetenten Eindruck. Am Ende der Stunde hängt unser Kurs dennoch hinter allen anderen hinterher. Wir sind aber der festen Überzeugung dafür am meisten Spaß gehabt zu haben.

Leider gibt es hier jedoch Hausaufgaben. Nichts weltbewegendes, sondern eher etwas üben, aber immerhin. Das werden wir jetzt gleich auch mal tun und danach heute etwas früher in die Haia hüpfen.

Morgen mittag werden wir versuchen eine Deutsche Bank zu finden um endlich mal Geld abheben zu können um die etwas teureren Bücher kaufen zu können. Außerdem spielen wir immer noch mit dem Gedanken uns eine Yonsei-jacke zu kaufen. Schließlich muß man sich etwas von der Konkurrenz in rot an der schlechten Uni nebenan abheben :-)
In diesem Sinne
안녕히 가세요

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hi dood´s ,...was läuft so up over?
schreibt ma was...

Anonym hat gesagt…

webinn ibihr nibicht wibist webir ibich bibin,... mr fibickebin
(alles bi´s raus lassen
max